Didrikson Zaharias, Mildred Ella "Babe"

Mildred Ella "Babe" Didrikson Zaharias wurde am 26. Juni 1911 in Port Arthur (Texas) als Mildred Didrikson geboren; sie war das sechste von sieben Kindern. Nach ihrer Hochzeit mit dem Wrestler und Promoter George Zaharias wurde sie fast nur noch "Babe Zaharias" genannt.

Früh entdeckte sie ihre Liebe zum Sport und widmete sich zunächst der Leichtathletik, Tennis, Boxen, Baseball und Basketeball. So spielte sie in einem männlichen Baseballteam, wo sie in Anlehnung an die Baseball-Legende Babe Ruth den Spitznamen "Babe" erhielt.

1932 hatte Sie sich für alle fünf Leichtathletik-Wettbewerbe der Olympischen Spiele qualifiziert. Aufgrund der Statuten durfte sie nur an dreien davon teilnehmen. Sie entschied sich für Speerwerfen (Goldmedaille), 80-Meter-Hürden (Goldmedaille und Weltrekord) und den Hochsprung. Im Finale sprang sie mit 1,657 Metern allerdings genauso hoch wie ihre Teamkollegin Jean Shiley. Die Jury beschloss, Didrikson aufgrund des Sprungstils nur den zweiten Platz zuzuweisen. Didrikson und Shiley ließen jedoch ihre Medaillen verschmelzen und behielten als Trophäe jeweils eine Silber-Gold-Legierung.

Daneben war Sie als Sängerin und Schauspielerin aktiv.

1935 entdeckte Sie den Golfsport für sich. Da ihr aufgrund ihrer allgemeinen Erfahrung in Sportdingen der Amateurstatus verwehrt wurde, schlug Sie direkt eine Pro-Laufbanh ein. Sie sollte später immer wieder zwischen Pro und Amateur-Status wechseln. So oder so - Babe wurde der erste weibliche Golf-Star Amerikas und die führende Spieleren in den 40ern und frühen 50ern.

Bereits 1938 nahm sie am Los Angeles Open teil, einem Herren-Turnier der PGA. 1946 gewann sie die US Women’s Amateur Golf Championships, 1947 als erste Amerikanerin die British Ladies Amateur Golf Championship und erzielte drei Siege bei den Western Open. 1947 dominierte sie wieder als Pro die WPGA und später die Ladies Professional Golf Association, deren Gründungsmitglied sie war. 1950 hatte sie jeden möglichen Titel gewonnen, insgesamt erzielte sie 82 Turniersiege. 1951 war Zaharias unter den ersten Golferinnen, die in die neugeschaffene Hall of Fame of Women’s Golf aufgenommen wurden.

1956 gewann sie, bereits schwer an Krebs erkrankt, ihr letztes US Open. Am 27. September des gleichen Jahres starb sie in Galveston (Texas). Kurz vor ihrem Tod errichtete sie zusammen mit ihrem Mann den "Babe Zaharias Fund", der Krebskliniken unterstützt.